Van-Recum-Gedenksäule wird restauriert

Trotz Nieselregens ließ sich Lennart die Laune an seinem 1. Geburtstag nicht verderben. Interessiert beobachtete er die Gästeschar, die zu seiner Feier am Samstag, 19. April, in den Schlosspark kam. Eingeladen waren Verwandte, Freunde, Mitbürgerinnen und Mitbürger, die vor einem Jahr zur Geburt von Lennart Geld für die Restaurierung der van-Recum-Gedenksäule spendeten. Gemeinsam mit rund 90 Gästen besichtigten Lennarts Eltern, Iris und Andreas Ludwig, den Erfolg der ersten Arbeiten von Restaurator Roman Borkoswksi, jener Fachmann, der auch Michel Mort im Stadthausfoyer zu neuem Glanz verhalf. Über 4000 Euro waren gespendet worden, bedankte sich der Oberbürgermeister. Der Platz um die Säule wird mit Natursteinen wird neu gefasst, der Weg zu der Gedenkstätte führt, geschottert.

„Mutter und Kind gesund. Dieses Glück hatte Andreas van Recum nicht“, erinnerte Andreas Ludwig an das Schicksal des Freiherrn van Recum (1765-1828), dessen Ehefrau Jeanette nur wenige Wochen nach der Geburt des Sohnes Otto im Kindbett starb. 1821/1822 hat van Recum in seinem Hofgut Bangert im Schlosspark ein Grabmal mit einer Gedenkstätte errichten lassen; die Seele der Verstorbenen als „Schutzgeist für das Thal“. Die Säule geriet dann weitgehend in Vergessenheit und wurde in den vergangenen Jahren zudem stark beschädigt und beschmutzt.

Doch nun strahlt sie bald als ein weiteres „Schmuckstück im Schlosspark“ und soll wieder als Schutzgeist der Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern Glück bringen, wünschen sich Iris und Andreas Ludwig. Mit ihren Gästen feierten sie unter dem schützenden Dach der Remise des Schloßparkmuseums bei Bier, Limonade und Würstchen den ersten Geburtstag von Lennart.


Lennarts 1. Geburtstag feierten Iris und Andreas Ludwig mit Tochter Laura
und deren Freundin Hanna sowie vielen Gästen im Schloßpark.
 

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Statt persönliche Geschenke zur Geburt: Geld für Restaurierung spenden

Bereits viele Glückwünsche zum Nachwuchs trafen im Stadthaus ein bzw. nahm der Oberbürgermeister persönlich entgegen. Andreas Ludwig ist zutiefst dankbar, dass Frau Iris und sein Sohn Lennart Lars gesund sind. „Wir waren bei Dr. Michael Langold und der Hebamme Pia Rapppolt im Diakonie-Krankenhaus in guten Händen.“ Glück und Leid liegen im Leben oft dicht beieinander. Das zeigt das Schicksal von Freiherr Andreas von Recum (1765-1828), dessen Ehefrau Jeanette wenige Wochen nach der Geburt des Sohnes Otto im Kindbett starb. 1821/22 hat Andreas von Recum in seinem Hofgut Bangert, im Schlosspark, ein Grabmal mit einer Säule errichten lassen. Die Gedenkstätte geriet weitgehend in Vergessenheit. Sie ist stark beschädigt und beschmiert, so dass man die Inschrift kaum noch lesen kann. Statt Geschenken zur Geburt seines Sohnes bittet der OB um Spenden für die Restaurierung. Iris und Andreas Ludwig sind von der Symbolik dieser Gedenksäule und dem Liebesbeweis von Recums sehr beeindruckt. Denn sie steht für die Seele von Jeanette von Recum als Schutzgeist für den Kauzenberg. Die beiden hoffen, dass die Gedenksäule in neuem Glanz ein Glücksbringer für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner ist.


Die große Schwester Laura freut sich über ihren kleinen Bruder Lennart Lars Ludwig.

Schon bei der Geburt von Laura im September 1999 hatte das Ehepaar Ludwig für eine historische Stätte gesammelt. Mit dem Erlös wurde die Laura-Quelle im Lohrer Wald neu gefasst, ein idyllisches Fleckchen Erde, über das der berühmte Maler Müller ein Gedicht geschrieben hat.

Spenden können bei der Stadtkasse, Kontonummer 88484, BLZ 560 501 80, Sparkasse Rhein-Nahe, unter dem Stichwort „Gedenkstätte van Recum“ eingezahlt werden

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