Gilsdorf: „Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt“
 

Gelbe Phase beginnt ab 01. April 2004

Die Stadt Bad Kreuznach hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktiv für mehr Sauberkeit in der Stadt einzutreten. Passanten werfen Zigarettenkippen weg, spucken Kaugummi aus, lassen ihre Hunde Häufchen machen, usw..

Der Arbeitskreis „Sauberkeit in der Stadt“ hat mehrere Maßnahmen beschlossen, die zu einem Umdenken in der Bevölkerung führen sollen. Eine dieser Maßnahmen wird das Verteilen von „gelben“ und „roten“ Karten in Bad Kreuznach sein. Ab 01. April 2004 verteilen die Vollzugsbeamten des städtischen Ordnungsamtes „Gelbe Karten“, wenn ein Müllsünder auf den Bad Kreuznacher Straßen auf frischer Tat ertappt wird. Auf dieser gelben Karte ist rückseitig ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog abgedruckt. Es heißt dann bis zum 31. Mai 2004: „Verwarnung für jeden Schmutzfink!“.

Ab 01. Juni 2004 erhält man von den Beamten dann die „Rote Karte“. Dann wird es heißen: „Bußgeld für jeden Schmutzfink!“. So wird für das Wegwerfen einer Zigarettenkippe ein Betrag von 10,- Euro fällig und für einen nicht entsorgten Hundehaufen gar 35,- Euro.

„Dies ist keine Maßnahme, um nur mehr Geld in die Stadtkasse zu bekommen. Wir möchten, dass die Menschen ihr Bewusstsein für Umwelt und illegale Abfallentsorgung drastisch ändern. Daher ist eine Bestrafung auch angebracht. Es ist eben kein Kavaliersdelikt, seinen Müll einfach in der Öffentlichkeit zu entsorgen“, erklärte Beigeordneter Karl-Heinz Gilsdorf. Zeitgleich wird die Stadtverwaltung eine Plakataktion starten, die alle Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam macht: „Dreck muss weg!“.

Auszug aus dem Bußgeldkatalog

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